Lügen und Machtspiele – „Cassardim 2: Jenseits der schwarzen Treppe“ von Julia Dippel

Image by Tom und Nicki Löschner from Pixabay

Natürlich musste ich nach dem mitreißenden Band 1 von Julia Dippels „Cassardim“ auch Teil 2 der Trilogie lesen. Der Autorin gelingt es ein weiteres Mal die Spannung zu halten, obwohl ich persönlich Teil 1 noch besser fand. Hier kommt meine Rezension.

Cassardim

Jenseits der Schwarzen Treppe

von Julia Dippel

Ab 13 Jahre
432 Seiten
Erschienen am: 21. 11. 2020
ISBN: 978-3-522-50698-4

Thienemann-Esslinger Verlag


Ein Reich voller Schatten

Natürlich hat Hauptperson Amaia nach all den Abenteuern, die sie in Band 1 erlebt hat, keine Sekunde Ruhe. Die Handlung setzt genau da fort, wo sie aufgehört hat. Immer noch wird Amaia wieder und wieder zum Spielball der Mächtigen Cassardims und ihr und dem Leser fällt es weiterhin schwer, Freund von Feind zu unterscheiden. Nichts ist wie es zu sein scheint und nicht einmal Noár scheint Amaia vertrauen zu können, denn der hat wortwörtlich ein paar Leichen im Keller. (Aber das war ja schon von Anfang an klar.)

Ich bin beeindruckt, wie viele neue Intrigen und Ränkespiele Julia Dippel immer wieder einfallen. Darüber hinaus gibt es in Cassardim die kuriosesten, althergebrachten Traditionen, die eingehalten werden wollen, damit sich niemand beleidigt fühlt. In einem Reich mit so langlebigen Bewohnern ist das aber nur logisch.

Ich mochte es, wie Amaias Willenskraft und ihr Einfluss im Laufe der Geschichte wachsen – sie lässt sich nicht mehr herumschubsen. Noárs exzentrische Freunde Rhome, Pash, Keeza und Junos sind mir ans Herz gewachsen und sorgen für Witz und gute Laune. Neue (flauschige) Hauptpersonen kommen dazu. In dieser Buchreihe gibt es keine langweiligen, langatmigen Momente. Und auch die Dunkelheit kann schön sein.

Auch zu Band 2 von „Cassardim“ gibt es ein durchaus passendes, von der Autorin selbst komponiertes Lied mit selbst produziertem Trailer, der mir wegen der Zeichnungen noch besser gefällt als der Trailer zu Band 1.

Da ich in kürzester Zeit Band 1 und 2 nacheinander gelesen habe, muss ich feststellen, dass die ersten 100 oder 150 Seiten die spannendsten waren. Denn da wusste ich noch nicht, wohin die Reise geht. Aber trotzdem schafft es die Autorin auch im späteren Handlungsverlauf immer neue Rätsel zu stellen und die Handlungsstränge nachvollziehbar miteinander zu verweben.

Der letzte Satz von „Cassardim – Jenseits der schwarzen Treppe“ war teuflisch. Leider erscheint Band 3 erst im November.

Hier geht’s zur Website von Cassardim.

Bewertung: 4.5 von 5.

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