Praktische Tools für Autorinnen und Autoren

In diesem Post möchte ich hilfreiche Tools sammeln, die einem beim Schreiben eines Romans nutzen könnten. Ich habe vor, die Liste nach und nach alphabetisch zu erweitern. Wenn ihr Tipps für weitere sinnvolle Helferlein habt, hinterlasst gern einen Kommentar!


Avatar-Generator

Ich finde es persönlich sehr hilfreich, für meine Romanfiguren zur Beschreibung passende Avatare zu gestalten. Natürlich gibt es bei Tools wie dem Avatar Generator von j0e nicht alle Frisuren zur Auswahl, aber es lassen sich doch eine ganze Menge Anpassungen machen, sodass man am Ende ein sehr anschauliches Bild einer Figur hat, die sich prima als Gedankenstütze eignet.

Mit dem Avator-Generator von j0e erstellte Figur.
So könnte eine meiner Romanfiguren aussehen – für mich als Gedankenstütze.

Ich habe aber auch von Leuten gehört, die Romanfiguren mit dem Spiel Sims3 designen oder sich auf Google oder Pinterest passende menschliche Vorlagen aussuchen.


Autorenprogramme / Schreibprogramme

Es gibt neben dem klassischen MS Word sowie der freien Alternative Libre Office eine ganze Reihe von Schreib- und Plott-Programmen, die eine Vielzahl von Funktionen vereinen. Zum Beispiel kann man damit seine Recherchequellen verwalten, die Handlung übersichtlich planen, Figuren, Orte und Gegenstände verwalten, bekommt Rechtschreib-Korrektur und Stilanalyse und vieles mehr. Ich selbst nutze seit einiger Zeit Patchwork und bin sehr zufrieden. Andere schwören auf Papyrus oder Scrivener. Auch TextMaker wurde mir von Autoren empfohlen. FocusWriter verspricht eine ablenkungsfreie, individualisierbare Schreibumgebung. Viele der anderen Autorenprogramme (wie Patchwork, z.B.) haben auch solche Funktionen.

Schreibtischplatz mit Laptop und geöffnetem Schreibprogramm an einem historischen Schreibtisch
Geöffnetes Autorenprogramm Patchwork bei der finalen Überarbeitung meines Zeitreise-Romans „Lindenherz – 824 Jahre durch die Zeit“

Hier und hier hab ich von meinen Erfahrungen mit Patchwork berichtet.


Buchcover-Vergleich

Bei Books on Demand gibt es die Möglichkeit, das selbst gestaltete Buchcover probeweise mit einer Auswahl anderer Covers eines bestimmten Genres zu vergleichen. Man kann wahlweise nach „Buchmarkt“ und „Amazon“ unterscheiden. Leider ist die Auswahl an Covers pro Genre begrenzt. Zum BoD-Cover-Vergleich


Charakter-Generator

Auch bei der Erstellung von Charakteren gibt es einige Hilfsmittel, die ich aber noch gar nicht so genau ausprobiert habe. Als Leitlinien gibt es verschiedene Typen, in die sich Figuren einteilen lassen und die gerne wieder auftauchen – zum Beispiel die Frohnatur, der Freund, der Wissenschaftler… Die meisten Autorenprogramme (auch das von mir gern zitierte) haben dazu integrierte Hilfsmittel und Tools, die bei der Erstellung leiten. Dann kann man beispielsweise Steckbriefe und Fragebögen zu jeder Figur ausfüllen. Verschiedene Charakerbögen finden sich auch zum Download an verschiedenen Stellen im WWW. Witzig finde ich den Charaktergenerator von ebookboss. Natürlich würde ich eine so erstellte Figur nicht 1:1 übernehmen, aber als Inspiration ist das manchmal vielleicht nicht schlecht.

Screenshot des Charakter-Generators von ebookboss - der Professor-Typ
Screenshot vom Charakter-Generator von ebookboss

Grafikprogramme

Spätestens für die Buchcover-Gestaltung oder den Buchsatz brauchen Selfpublisher ein gutes Grafikprogramm. Aber auch gute Bilder für die Website oder Social Media müssen bearbeitet werden. Oder Karten über die im Buch beschriebene Fantasy-Welt. Postkarten, Werbeflyer und Lesezeichen. Auch da gibt es zum teuren Klassiker Adobe Alternativen.

Ich hab in der Facebook-Gruppe Autoren-Knowhow nachgefragt und prompt wurde mir fürs Cover-Design beispielsweise auch die freie Software Inkscape sowie GIMP empfohlen. Ersteres ist vektorbasiert, das zweite pixelbasiert.


Kollaborationstools

Wenn man gemeinsam schreibt oder redigiert, dann bieten sich Kollaborationstools – also Tools zur Zusammenarbeit – an. Ein Klassiker ist Google Docs.


Namens-Generator

Manchmal fällt einem für eine Nebenfigur einfach kein Klangvoller Vor- oder Nachname ein. Entweder ist der Name nicht so wichtig, oder es fehlt einfach die zündende Idee. Auch da hat das Autorenprogramm Patchwork (nein, ich bekomme wirklich keinen Bonus dafür, dass ich es immer wieder erwähne!) eine fest integrierte Funktion, bei der man sogar einstellen kann, aus welchem Geburtsjahrzehnt der Name, ob eher typisch oder weniger verbreitet, er sein soll. Das ist praktisch für historische Namen.

Aber in weniger detailreicher Funktion gibt es das auch als Gratis-Tool, zum Beispiel hier.

Screenshot eines Ergebnisses aus dem Real Name Generator : Michaela Ross
Ergebnis aus dem Namensgenerator von Real Name Generator (Screenshot)

Wer lieber weniger zufällig sucht, kann sich durch die Namenslisten verschiedener Websites für werdende Eltern klicken, wie zum Beispiel vorname.com. Die Bedeutung von Nachnamen lässt sich prima über Genealogie-Websites herausfinden, oder Seiten wie Deutsche Nachnamen.


Synonyme finden

Manchmal fällt einem Partout kein alternatives Wort ein als das, was man schon gefühlt hundert Mal verwendet hat. Dann kann man natürlich klassisch im Duden nachschlagen oder die Synonym-Funktion des Schreibprogramms nutzen. Wenn das nicht hilft, gibt es auch Seiten wie anderes-wort.de, die zuverlässig lange Synonymlisten ausspucken.


Vorlese-Tool

Bei manchen Autoren-Programmen wie Patchwork ist das ein fester Bestandteil. Aber man kann auch das gute alte Word dazu bringen, einem den Text vorzulesen (Wie genau, das erklärt chip.de hier). Und wenn sich die Computerstimme dann durch die Zeilen hackt, bemerkt man kleine Tippfehler garantiert eher als, wenn man seinen Text selber zum zehnten Mal überfliegt. Wie das klingt, hab ich in diesem Video demonstriert. Ich mag diese Funktion nicht mehr missen!


Video- und Musiksoftware

Inzwischen gibt es zu vielen Büchern kurze, oft mit Musik unterlegte Trailer. Vielleicht möchtet ihr auch kurze Autoreninterviews oder Minilesungen als Video veröffentlichen. Auch hierfür gibt es neben den teuren Klassikern wie Premiere Pro auch günstigere Alternativen. Zum Beispiel die freie Software Shot Cut für den Videoschnitt. Für den Schnitt von Musik wurde mir FL Studio empfohlen. Für den Schnitt von Podcasts bzw. gesprochenem Wort habe ich mit der kostenlosen Software Audacity gute Erfahrungen gemacht.


Zeitplan

Wer eine Deadline einhalten muss oder einfach gern strukturiert vorankommen möchte, kann sein Romanprojekt mit Tools wie Pacemaker im Blick behalten. Dabei setzt man sich ein Ziel (z.B. eine Wortzahl am Tag, eine Anzahl Stunden am Tag, etc.). So behält man den Überblick und es motiviert zu sehen, wie viel man schon geschafft hat.


Zufallswort-Generator

Auch Zufallswort-Generatoren wie dieser hier können sehr hilfreich sein, wenn es um das Figurendesign geht und man zum Beispiel nach Inspiration für eine ausgefallene Eigenschaft sucht.

Screenshot des Zufallswort-Generator der Website Textfixer
Screenshot des Zufallswort-Generator der Website Textfixer

Wird fortgesetzt!

8 Kommentare

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