Praktische Tools für Autoren

In diesem Post möchte ich hilfreiche Tools sammeln, die einem beim Schreiben eines Romans nutzen könnten. Ich habe vor, die Liste nach und nach alphabetisch zu erweitern. Wenn ihr Tipps für weitere sinnvolle Helferlein habt, hinterlasst gern einen Kommentar!


Avatar-Generator

Ich finde es persönlich sehr hilfreich, für meine Romanfiguren zur Beschreibung passende Avatare zu gestalten. Natürlich gibt es bei Tools wie dem Avatar Generator von j0e nicht alle Frisuren zur Auswahl, aber es lassen sich doch eine ganze Menge Anpassungen machen, sodass man am Ende ein sehr anschauliches Bild einer Figur hat, die sich prima als Gedankenstütze eignet.

Mit dem Avator-Generator von j0e erstellte Figur.
So könnte eine meiner Romanfiguren aussehen – für mich als Gedankenstütze.

Charakter-Generator

Auch bei der Erstellung von Charakteren gibt es einige Hilfsmittel, die ich aber noch gar nicht so genau ausprobiert habe. Als Leitlinien gibt es verschiedene Typen, in die sich Figuren einteilen lassen und die gerne wieder auftauchen – zum Beispiel die Frohnatur, der Freund, der Wissenschaftler… Die meisten Autorenprogramme (auch das von mir gern zitierte) haben dazu integrierte Hilfsmittel und Tools, die bei der Erstellung leiten. Dann kann man beispielsweise Steckbriefe und Fragebögen zu jeder Figur ausfüllen. Verschiedene Charakerbögen finden sich auch zum Download an verschiedenen Stellen im WWW. Witzig finde ich den Charaktergenerator von ebookboss. Natürlich würde ich eine so erstellte Figur nicht 1:1 übernehmen, aber als Inspiration ist das manchmal vielleicht nicht schlecht.

Screenshot des Charakter-Generators von ebookboss - der Professor-Typ
Screenshot vom Charakter-Generator von ebookboss

Namens-Generator

Manchmal fällt einem für eine Nebenfigur einfach kein Klangvoller Vor- oder Nachname ein. Entweder ist der Name nicht so wichtig, oder es fehlt einfach die zündende Idee. Auch da hat das Autorenprogramm Patchwork (nein, ich bekomme wirklich keinen Bonus dafür, dass ich es immer wieder erwähne!) eine fest integrierte Funktion, bei der man sogar einstellen kann, aus welchem Geburtsjahrzehnt der Name, ob eher typisch oder weniger verbreitet, er sein soll. Das ist praktisch für historische Namen. Aber in weniger detailreicher Funktion gibt es das auch als Gratis-Tool, zum Beispiel hier.

Screenshot eines Ergebnisses aus dem Real Name Generator : Michaela Ross
Ergebnis aus dem Namensgenerator von Real Name Generator (Screenshot)

Vorlese-Tool

Bei manchen Autoren-Programmen wie Patchwork ist das ein fester Bestandteil. Aber man kann auch das gute alte Word dazu bringen, einem den Text vorzulesen (Wie genau, das erklärt chip.de hier). Und wenn sich die Computerstimme dann durch die Zeilen hackt, bemerkt man kleine Tippfehler garantiert eher als, wenn man seinen Text selber zum zehnten Mal überfliegt. Wie das klingt, hab ich in diesem Video demonstriert. Ich mag diese Funktion nicht mehr missen!


Zufallswort-Generator

Auch Zufallswort-Generatoren wie dieser hier können sehr hilfreich sein, wenn es um das Figurendesign geht und man zum Beispiel nach Inspiration für eine ausgefallene Eigenschaft sucht.

Screenshot des Zufallswort-Generator der Website Textfixer
Screenshot des Zufallswort-Generator der Website Textfixer

Wird fortgesetzt!

Welche Möglichkeiten gibt es, ein Buch zu veröffentlichen?

Wenn man ein Buch geschrieben hat und es veröffentlichen will, bieten sich einem inzwischen viel mehr Möglichkeiten als in der Vergangenheit, als Autoren ausschließlich auf Verlage angewiesen waren. Da ich selbst gerade die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten der Veröffentlichung abwäge, möchte ich daraus einen kleinen Überblick erstellen. Bitte ergänzt und korrigiert mich per Kommentar, sollte ich etwas vergessen haben. Ich plane, die verschiedenen Themen in eigenen Blogposts zu vertiefen.

Buch geschrieben – und dann? Das sind die verschiedenen Möglichkeiten zur Veröffentlichung.

1. Der klassische Weg: Die Buchveröffentlichung über einen Verlag

Trotz aller neuer Möglichkeiten, bietet es sich natürlich immer noch an, einen Verlag zu finden, der neben der Bucherstellung mit Lektorat, Layout, Covergestaltung hoffentlich auch die Vermarktung in die Hand nimmt.

Das Manuskript direkt an einen Verlag senden

Um überhaupt die Verlage auf sich aufmerksam zu machen, kann man sie einerseits direkt anschreiben. Da viele Verlage aber unzählige unaufgefordert eingesendete Manuskripte bekommen, stehen dabei die Chancen für unbekannte Autoren eher schlecht.

Die Zusammenarbeit mit einer Literatur-Agentur

Deshalb sollte man abwägen, sich zuerst bei einer Agentur zu bewerben, die dann hoffentlich den Markt viel besser kennt als man selbst und hervorragende Kontakte in die Verlagshäuser pflegt. Viele Verlage vertrauen dem Urteil einer angesehenen Agentur eher, als Experimente einzugehen. Die Agentur kassiert dann eine Provision für die Vermittlung, die ungefähr 15-20 Prozent des Erfolgshonorars entspricht. Je erfolgreicher das Buch wird, desto mehr verdienen Verlag, Agentur und Autor. Dafür übernimmt die Agentur die Optimierung der „Bewerbungsunterlagen“ für ein Buch, die Vertragsverhandlungen und die Abrechnung mit dem Verlag.

Hier habe ich eine Liste mit Agenturen, die auch Fantasy verlegen, erstellt. Weitere Listen sind geplant.

2. Der unabhängige Weg: Self-Publishing

Hat man weder bei Agenturen noch bei Verlagen Erfolg gehabt, kann man sein Buch immer noch selbst veröffentlichen. Auch dafür stehen (inzwischen) verschiedene Wege offen. Die Akzeptanz von Werken im Eigenverlag auf dem Buchmarkt wächst.

Self-Publishing über Dienstleister

Egal, auf welcher Plattform man sein Buch als Self-Publisher anbieten möchte, man muss sich auch selbst um Lektorat, Gestaltung und Vermarktung kümmern. Um erfolgreich zu sein, muss man hier besonders viel Aufwand betreiben. Manche Anbieter wollen ein E-Book exklusiv vertreiben, andere sind offener. Wichtig ist auch zu wissen, dass es verschiedene E-Book-Formate gibt, die nicht jeder Reader lesen kann. Gerade Amazon (Kindle) setzt hier auf sein eigenes System. Hierzu plane ich definitiv noch vertiefende Blogposts. Einen tollen Einstieg und Überblick bietet die Seite Selfpublisherbibel.

Druckkostenzuschussverlage

Sucht man per Suchmaschine nach einem Verlag, stolpert man sehr schnell über sogenannte Druckkostenzuschussverlage. Hier kostet die Veröffentlichung den Autor sehr viel Geld und am Ende bleibt die Vermarktung trotzdem vor allem an ihm selbst hängen. Viele abschreckende Beispiele solcher Verträge gibt es hier. – Dann doch lieber zu Amazon oder einen eigenen Verlag gründen!

Gleich selbst Verleger werden?

Hat man ohnehin ein Faible für Vermarktung, dann kann man durchaus auch überlegen, einen eigenen kleinen Verlag zu gründen. Natürlich sollte man sich bewusst sein, dass man seine Zeit dann nicht ausschließlich mit Schreiben verbringen kann, sondern auch für Kommunikation, Vermarktung, Buchhaltung und Finanzen aufwenden muss. Das sollte man nur tun, wenn einem das auch Spaß macht!