„Mitternachtsstunde 1“ von Benjamin Read und Laura Trinder

London bei Nacht - Bild von Free-Photos auf Pixabay

Den ersten Teil der „Mitternachtsstunde – Emily und die geheime Nachtpost“ von Benjamin Read und Laura Trinder haben die 9-jährige Büchermotte und ich mal wieder gemeinsam laut gelesen. Schon vorweg: Wir hatten beide großen Spaß durch die Fülle an witzigen Formulierungen, Ausdrücken und Situationen. Worum es geht und warum die Büchermotte 5 Sterne vergibt, kommt hier im Blogpost.

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost

von Benjamin ReadLaura Trinder

Erschienen: 31. Januar 2020
Seitenzahl: 320
ISBN 978-3-551-52117-0
Lesealter: ab 10 Jahre

Band 1 einer Reihe
Coverbild: Carlsen Verlag


Worum geht’s?

Im Zentrum der Geschichte steht die 12-jährige Emily, die wirklich die mit Abstand größte Klappe aller Buchhauptpersonen hat, die mir in letzter Zeit begegnet sind, nämlich die berüchtigte „Familienklappe der Familie Featherhaugh“. Darin ähnelt sie ihrer Mutter, einer schrägen, punkigen Künstlerin, die Emily total peinlich findet. – Bis sie zu Anfang der Geschichte nach einem mysteriösen Brief plötzlich tagelang verschwindet. Als Emilys Vater, ein vermeintlich langweiliger Briefträger, seiner Frau folgt, steht Emily plötzlich – nur in Gesellschaft eines kleinen Igels – alleine da. Es dauert nicht lange bis sich die Ereignisse überschlagen und Emily eine geheimnisvolle Parallelwelt entdeckt, in der sie nicht nur den blumig-duftenden Nachtwächter-in-Ausbildung Tarquin kennenlernt, sondern sie gerät dort auch richtig in Gefahr.

Wie war’s?

Trotz der gruseligen und teilweise ekligen Gestalten, die Emily im Laufe des Buchs begegnen, bleibt es durchgängig witzig. Selbst vor den grausigsten Kulissen kommen ihr noch verzweifelt-witzige Sprüche über die Lippen, mit denen sie ihre Gegner regelrecht in die Enge treibt. Emily ist ein rundherum sympathischer Charakter, auch bzw. gerade, weil sie Schwächen hat und andere zur Weißglut treiben kann.

Obwohl die Handlung spannend ist, hatten wir zwischendrin eine längere Lesepause, in der wir mal eben „Splitter aus Silber und Eis“ gelesen haben. Der größte Pluspunkt der „Mitternachtsstunde“ ist der Humor. Trocken in die Handlung eingestreute Sätze wie „Wenigstens musste sie nicht lange nach dem Schlüssel suchen, denn irgendjemand war so hilfsbereit gewesen, die Hintertür aus den Angeln zu heben.“ oder „Der Kapitän bestand hauptsächlich aus Bart […]“ haben uns sehr erheitert.

Auch Tarquin, der Igel Hoggins, Emilys Eltern und die magischen Wesen sind liebenswürdige und überzeugende Charaktere. Mir als Erwachsener hat es gefallen, dass auch Emilys Eltern beide sehr cool sind. Gäbe es ihre Vorgeschichte als Roman, ich würde ihn definitiv lesen!

Da es sich um Band 1 handelt, bleiben auch am Ende noch einige Rätsel und Geheimnisse offen, sodass man Lust bekommt, mehr über Tarquin, den Igel und Emilys Familiengeschichte herauszufinden.

Bewertung: 5 von 5.

Die Büchermotte gibt Band 1 der „Mitternachtsstunde“ 5 Sterne. Glücklicherweise endet der Band nicht in einem Cliffhanger, doch Band 2 ist schon bestellt.

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