Lest ihr gerne Bücher, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind? – Gerade überarbeite ich mein neues Buchprojekt. Im Gegensatz zu meinen beiden anderen Büchern habe ich diesmal die Ich-Perspektive gewählt (und dazu auch noch zwei verschiedene Protagonisten, die kapitelweise abwechselnd erzählen…). Daraus ergeben sich ganz neue Herausforderungen!
Exkurs: Was ist die Ich-Perspektive?
Ein literarisches Werk ist in der Ich-Perspektive geschrieben, wenn es darin ein als Erzähler auftretendes Ich gibt. Das erzählerische Ich ist mit der Person des Autors nicht identisch. Der Lesende erhält nur die (subjektiven) Eindrücke und Informationen, die dem erzählerischen Ich zugänglich sind.
Meine Erfahrung: Schreiben in der Ich-Perspektive
Mein neues Buchprojekt ist fertig geschrieben. Doch jetzt überprüfe ich gerade die einzelnen Kapitel: Treffen sie den Tonfall der jeweiligen Figur? Klingt es natürlich? Würde jemand so erzählen?
In meinen Büchern „Lindenherz“ und „RE-GENERATION“ habe ich sehr filmisch geschrieben und musste jetzt feststellen: Das lässt sich in der Ich-Perspektive nicht genauso umsetzen. Dafür hat diese Erzählform andere Vorteile: Ihr seid noch näher an den Figuren und ihren Gefühlen und Gedanken dran. Ich „darf“ viel öfter umgangssprachliche Formulierungen verwenden, was sich für mich unkonventionell anfühlt. Jede Figur bekommt eine eigene „Denkweise“. Das ist spannend, aber auch etwas tricky!
Habt ihr eine Lieblingserzählform?
In letzter Zeit lese ich richtig häufig Bücher in der Ich-Perspektive. Im YA-Genre ist es gefühlt der neue Standard! Lange Zeit war aber die Erzählung in der dritten Person DER Standard für Romane.
Wie seht ihr das? Ist es euch egal oder ist die Erzählweise sogar ein entscheidendes Kriterium, ob ihr ein Buch lest oder nicht?

Guten Morgen, bei der Ich-Perspektive ist man näher an den Personen dran, bekommt tiefere Einblicke in Gedanken und Gefühle – trotzdem finde ich diese Perspektive anstrengend zu lesen.
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