Zu viele Erinnerungen bereiten Kopfschmerzen – über „Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig

Große Uhr in Paris, zwei Leute stehen vor den Zeigern (Foto: valentinsimon0 auf Pixabay)

Das Buch „Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig hab ich als Hörbuch gehört. Durch das gesamte Buch zieht sich ein nachdenklicher bis melancholischer Unterton – kein Wunder, Hauptperson und Ich-Erzähler Tom Hazard ist schließlich schon über 400 Jahre alt und hat einige traumatische Erlebnisse hinter sich.

Hörbuch-Cover Matt Haig "Wie man die Zeit anhält" der Hörverlag

Matt Haig

Wie man die Zeit anhält

Lesung mit Christoph Maria Herbst
Übersetzt von Sophie Zeitz

Originalverlag: dtv
Hörbuch: Laufzeit: 9h 31min im Hörverlag
ISBN: 978-3-8445-2896-1
Erschienen am  23. April 2018


Worum geht’s?

Tom Hazard sieht zwar aus wie 40, ist aber über 400 Jahre alt. In all dieser Zeit hat der zurückgezogen lebende, introvertierte Mann so einiges erlebt – darunter historische Ereignisse, bei denen er hautnah dabei war, aber auch persönliche Schicksalsschläge. Damit ihn kein weiterer treffen kann, versucht er sich möglichst von allzu engen zwischenmenschlichen Beziehungen fernzuhalten. Sein Mantra lautet: „Du darfst dich niemals verlieben. Niemals.“

Ihr dürft raten, ob das funktioniert.

Wie war’s?

Ich habe Matt Haigs „Wie man die Zeit anhält“ als Hörbuch gehört. Eingesprochen hat es Christoph Maria Herbst und dessen Betonung und veränderte Stimmlage je nach Protagonist hat mir sehr gut gefallen.

Beim Hörverlag gibt es ein Interview mit dem Sprecher:

Die Geschichte plätscherte mit vielen Rückblicken in die jahrhundertelange Vergangenheit des Protagonisten dahin – immer unterhaltsam, aber kein Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte. Es sind sehr interessante historische Details dabei – aus mehreren Epochen, was sicher eine Menge tiefgründiger Recherche bedurft hat. Gleichzeitig zieht sich die Handlung im Jetzt wie ein roter Faden durch das Buch und spitzt sich zum Ende hin zu.

Aufgefallen und in Erinnerung geblieben sind mir die vielen, interessanten philosophischen Betrachtungen über das Leben an sich und über die Zeit im Speziellen. Darunter fand ich dieses Zitat aus dem Mund der Hauptperson besonders schön: „Veränderung ist die einzige Konstante in meinem Leben.“ Dramaturgisch gelungen fand ich zudem, dass die Frage im Titel quasi zuallerletzt beantwortet wird.

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