Vom Schreiben und Loslassen

Drei Coverentwürfe für den Roman Lindenherz liegen im Laub

In den letzten Tagen war es hier viel zu still. Das liegt daran, dass ich mir in den Kopf gesetzt habe, meinen Roman „Lindenherz“ endlich zu veröffentlichen. Wer meinem Blog schon eine Weile folgt und zum Beispiel mein letztes Update zum Buchprojekt gelesen hat, weiß, ich arbeite schon fast fünf Jahre daran. Jetzt könnt ihr mir vielleicht helfen, indem mir eure Meinung zu Klappentext und Coverentwurf schreibt (bitte nicht zu hart, nicht, dass es dann ein weiteres Jahr dauert, bis ich fertig werde ;-)) Denn eins hab ich gelernt: Irgendwann muss man einen Schlussstrich ziehen, sonst korrigiert man ewig.

Ich ziehe meinen Hut vor allen, die gerade den „Nanowrimo“ durchziehen und 50.000 Wörter in einem Monat schreiben. Mir reicht das Ziel, in den nächsten zwei Wochen mein Buch für die Veröffentlichung fertig zu machen!

Was bisher geschah …

Zuerst hab ich lange gelesen und recherchiert, besonders zum Alltag im Mittelalter und zu den Kreuzzügen um 1200. Denn in dieser Zeit spielt meine Geschichte teilweise. Es ist eine Zeitreise-Story und die andere Hälfte der Handlung spielt im Jetzt.

Mein erster Entwurf ist handschriftlich

Dann habe ich ein-zwei Jahre lang alles handschriftlich in meine zwanzig Notizbücher geschrieben. Parallel hab ich damit begonnen, alles abzutippen und bereits zu überarbeiten. Danach kam die eigentliche Überarbeitung, bei der mir die Funktionen des Autorenprogramms Patchwork echt geholfen haben. Ich hab den Prozess hier schon mal beschrieben.

Als ich dann soweit war, hab ich tatsächlich ein paar Probebücher drucken lassen, damit es meine freiwilligen Test- und Korrekturleserinnen einfacher hatten. Leider resultierte das in einem weiteren großen Überarbeitungsdurchlauf, bei dem ich nochmal gekürzt und umgeschrieben habe. Jetzt bin ich beim 4. Korrekturdurchlauf, bei dem ich vor allem noch Kleinigkeiten finde. Wirklich zum Haareraufen!

Covergestaltung – bitte um Meinung

Nebenher hab ich Coverentwürfe gestaltet, die letzten drei seht ihr auf dem Beitragsbild. Es gibt auch gemalte Fassungen, aber diese hier fanden die meisten Freunde, die ich gefragt habe, gut. Die Tendenz geht zu diesem Motiv hier:

Cover-Entwurf Roman "Lindenherz" mit Foto eines Walds im Hintergrund
Mein aktueller Cover-Favorit

Ich überlege noch, ob ich an der Schrift „Linden“ noch herumbasteln muss, denn die ist selbstgezeichnet und das sieht man ihr vielleicht auch an. Was sagt ihr? Meine Idee war, dass ein Teil der Schrift eher „alt“ und ein Teil „modern“ aussehen sollte, so wie in der Handlung auch Geschichte auf Jetztzeit trifft.

Und worum geht’s eigentlich?

Wenn ich den letzten Korrekturdurchgang beendet habe, muss ich das Cover zu Ende gestalten, das Layout fertig machen und einen möglichst ansprechenden Beschreibungstext finden. Die aktuelle Fassung lautet:

Katharina entdeckt ein sonderbares Phänomen: Ein Loch in der Zeit, durch das sie genau 824 Jahre in die Vergangenheit und wieder zurück gelangt. Wer ist dieser Johann, der ihr fremd und gleichzeitig sonderbar vertraut vorkommt? Und welche Rolle spielt der Mann mit den eisblauen Augen? Es droht bereits Gefahr, als sie herausfindet, wie eng alles mit ihrer eigenen Familiengeschichte zusammenhängt.

Ist das zu kurz? Klingt es verwirrend?

Veröffentlichung im Selbstverlag

Ich hab mich entschieden, das Buch bei <a href="http://<a target="_blank" href="https://app.tredition.com/?a=5008afa1-966b-4468-85b5-ef81ccc63385">TreditionTredition als E-Book und als Hardcover zu veröffentlichen. Bei meinen fast 160.000 Wörtern wird es ziemlich dick und deswegen ohnehin teuer werden, auch als Softcover. Bei Print on Demand-Verfahren, wo nicht tausende Bücher auf Lager gedruckt werden, lässt sich das leider nicht vermeiden. Da haben große Verlage einen Vorteil.

Tredition ist ähnlich wie Books on Demand einfach ein Autorendienstleister, kein Verlag. Das Konzept dort fand ich ansprechend, es ist ein Test und ich werde gerne über meine Erfahrungen damit berichten. Bewerben muss ich das Buch selbst, aber das war mir schon vorher klar. Mir geht es vor allem darum, mein Herzensprojekt der letzten Jahre zu einem schönen Abschluss zu bringen. Sollte es Leserinnen und Leser finden, umso besser!

Probeleser willkommen!

Ich hab mich vorab erkundigt und darf gern die Adressen von Bloggerinnen und Bloggern, die mein Buch rezensieren möchten, an Tredition weiterreichen. Dann bekommt ihr ein kostenloses Testexemplar, als E-Book oder gedruckt, zugesendet. Wer von euch Lust dazu habt, schreibt mir gern eine Mail mit eurer Adresse und Link zu eurem Blog. Ich würde mich sehr freuen!!!

13 Kommentare

  1. Toll, liebe Tala, dass Du nun bereit bist, loszulassen und Dein ‚Kind‘ in die Welt zu schicken! Ein aufregender Moment, für den ich Dir alles Gute wünsche.

    Zum textlichen Teil halte ich mich zurück – einfach nur, weil jeder von uns eine eigene Stimme hat und mir hier keine Kritik zusteht. Zum Coverentwurf bittest Du um einen begutachtenden Blick. Es sieht verlockend aus, aber wenn ich hier ein klitzeklein wenig kritteln darf … ?

    Du hast zwei Schrifttypen gewählt, ‚Linden‘ (selbstgezeichnet) und alles andere in einer einheitlichen Typografie. Mir fällt auf, dass bis auf ‚Linden‘, alles in Versalien geschrieben ist – eine Wahl, die ich für Autorennamen, Untertitel und ‚Roman‘ vielleicht nochmal überdenken würde. Der Titel sollte zwar lesbar sein, aber soll auch ein Eyecatcher sein, und ich würde ihn nicht optisch in zwei Teile (1 gezeichnet, groß/klein, 1x normal in Versalien) hacken, denn er lautet doch ‚Lindenherz‘, oder? Probiere mal ‚Lindenherz’/’LINDENHERZ’/’LINDEN HERZ (2-zeilig) in dieser mittelalterlich anmutenden Typografie (ggf. auch mit Schatten?) und setze ein etwas größeres Lindenblatt an das i – wie ein Austrieb und die restlichen Infos in einer sachlichen modernen, serifenlosen Schrift (groß/klein), das erzielt eine bessere Lesbarkeit. Ob Farb- und Motivwahl dem Thema gerecht werden, kann natürlich nur der beurteilen, der die Geschichte kennt, soll aber potentielle Leser neugierig machen. Hol Dir andere Meinungen und entscheide letztlich selbst (es gibt übrigens auch Tutorials zur Covergestaltung im Net oder schau Dir in im Buchhandel Titel ähnlicher Genres an, das inspiriert ebenfalls).

    Das Ziel rückt auf jeden Fall in greifbare Nähe und ich hoffe, Du teilst Deinen Weg mit uns! Ganz viel Erfolg!
    LG, Heather

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    1. Hallo Heather,
      vielen lieben Dank für deine Zeilen! Dann werde ich noch ein wenig experimentieren mit der Schrift. Ursprünglich hatte ich die andere Schriftart für den Titel und eine weitere für Autorenname und Untertitel. Durch die Idee mit der gezeichneten Schrift, wollte ich dann nicht drei verschiedene Schrifttypen haben. Aber ich finde deine Argumente einleuchtend und werde nochmal experimentieren.

      Ganz lieben Dank, auch für deine Wünsche, ich bin wirklich gespannt – sowohl vorfreudig als auch ein bisschen beängstigt 🙂

      LG, Tala

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  2. Das Cover hätte ich auch gewählt von den dreien, die du gezeigt hast.
    Der Klappentext ist vielleicht noch bisschen zu wenig. Ich wüsste gerne ein bisschen mehr, was uns da erwarten könnte – aber da jetzt die richtigen Worte zu finden, ohne zu viel zu schreiben…Schwer….

    Toitoitoi, beim Veröffentlichen.

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    1. Danke liebe Rina, das ist doch auch schon mal ein Hinweis – da muss ich mir wohl noch etwas mehr ausdenken! Ich finde, das Klappentext und Cover das Schwerste überhaupt sind.

      Danke für deine lieben Wünsche,
      Tala

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      1. Auf jeden Fall. Das stelle ich mir auch sehr schwer vor.
        Das Cover ist so wichtig, da es die Augen auf das Buch lenkt und als nächstes muss der Klappentext überzeugen. Das ist beides wirklich schwer.

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  3. Hallo Tala,
    juhu, endlich weiß ich, worum es geht! Der Klappentext ist super, ich würde vielleicht noch einen Satz hinzufügen, der Katharina näher beschreibt.
    Und das Cover ist der absolute Hammer! Normalerweise mag ich orange auf blau/ dunkel nicht so gern, aber bei dir sieht es großartig aus.
    Ich finde die selbstgebastelte Schrift am besten, ich würde den ganzen Titel damit schreiben und nur „Roman“ und Autorenname mit dieser anderen Schrift.
    Sag Bescheid, wann es draußen ist!
    Liebe Grüße
    Susanna

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    1. Liebe Susanna,
      ganz vielen Dank für deine Rückmeldung! Ich war etwas unsicher, wie viel ich im Blog vorab schreiben und zeigen möchte, aber eure Kommentare helfen mir wirklich weiter. Ich denke, da werde ich noch kleine Nachbesserungen machen und klar sag ich Bescheid, wenn es so weit ist 🙂
      Liebe Grüße und dir einen schönen Tag!
      Tala

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  4. Mir gefällt deine selbstgezeichnete Schrift sehr! Und ich hätte tatsächlich nicht bemerkt, dass sie „handmade“ ist. Beim Untertitel würde ich persönlich zu einem nicht ganz so knalligen Orange tendieren. Ansonsten würde ich bei „Autorenname“ und „Roman“ evtl. auch zu einer schlichteren Schrift tendieren.

    Ansonsten gefällt mir das Cover sehr und die „grüne“ Variante ist natürlich aus deshalb besonders stimmig, weil sich der Farbton des Lindenblatts im Hauptmotiv wiederfindet.

    Den Klappentext finde ich super!

    Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg und unzählige, begeisterte Leser!

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    1. Hallo liebe Federfarbenfee 🙂
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Würdest du mehrere Orangetöne einbringen, sodass der Untertitel weniger knallig kommt? Ich werde nochmal etwas experimentieren. Hab auch überlegt, gleich statt Roman „Zeitreise-Roman“ zu schreiben, sodass man weiß, woran man ist!

      Dank dir hab ich mir übrigens schon einige Tutorials zur Schriftbearbeitung angeschaut 😀

      Ganz lieben Dank für deine Wünsche,
      Tala

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      1. Ja, genau: Ich würde es mit verschiedenen Orangetönen versuchen. „Zeitreise-Roman“ ist natürlich präziser. Aber ich weiß nicht, ob das unterm Strich so viel ausmacht.

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