800 Jahre durch die Zeit – „Resurrexit – ein Templer fürs Leben“ von Odine Raven

Spielfigur Pferd auf dem Schachbrett - Bild von Van3ssa 🩺 Zheki 🙏 Dany 🎹 auf Pixabay

Die Autorin Odine Raven und ich sind durch eine Social Media-Aktion des Selfpublisher-Verbands auf unsere jeweiligen Zeitreiseromane aufmerksam geworden. In ihrem Buch „Resurrexit – ein Templer fürs Leben“ wie auch in meinem Roman „Lindenherz – 824 Jahre durch die Zeit“ taucht ein Kreuzritter auf, es geht über 800 Jahre durch die Zeit und es wird romantisch. Keine Frage, dass ich „Resurrexit“ lesen musste. Hier möchte ich das Buch kurz vorstellen.

Cover von Odine Raven "Resurrexit - ein Templer fürs Leben"

Odine Raven

Resurrexit: Ein Templer fürs Leben

291 Seiten

Veröffentlichungstermin: 21.1.2022

ISBN: ‎ 3982280680

E-Book auf Amazon


Worum geht’s?

Die Handlung spielt im Heidelberger Uni-Milieu in der Gegenwart. Hauptperson ist die Archäologiestudentin Vicky, die mit ihrer Kommilitonin für ihre Abschlussarbeit das Skelett eines Kreuzritters studiert. Aber plötzlich ist da dieser sehr überzeugende und gut aussehende Mann (ich will nicht spoilern, lest selbst, wie er dahinkommt!), der felsenfest behauptet, ein Ritter zu sein und um den Vicky sich kümmert. Aber Leonhard Rîter vum Rôtenborn hat für Vickys Verliebtheit keine richtige Zeit, sondern einen Auftrag zu erfüllen.

Auf ihrer Facebook-Seite schreibt die Autorin, welche Veröffentlichungs-Odyssee ihre Geschichte schon hinter sich hat. Nach einem Fast-Verlagsvertrag und dann einem richtigen Verlagsvertrag mit anschließender Pleite des Verlags, kam schließlich die Veröffentlichung im Selfpublishing auf Amazon, wo es derzeit als E-Book erhältlich ist.

Wie war’s?

Ich hab mich von den ersten Seiten des Romans an prächtig amüsiert, denn Odine Raven erzählt sehr humorvoll. Am Anfang des Buches dürft ihr nicht zimperlich sein, was Knochen, menschliche Skelette, offene Wunden und schwarzen Humor angeht. Ich fand die Auferstehung des Templers aber wahnsinnig unterhaltsam, wunderbar skurril und danach geht die Geschichte ja erst so richtig los, wurde allerdings auch lieblicher und idyllischer.

Gleichzeitig merkt man, dass die Autorin gründlich recherchiert hat. Die ersten Dialoge führen Vicky und Tempelritter Leonhard teilweise auf Latein und Mittelhochdeutsch. Leonhard muss in der modernen Welt einen Schock nach dem anderen wegstecken und meistert das mit Gottvertrauen und Schicksalsergebenheit. Die religiösen Elemente in der Geschichte waren sehr überzeugend und auch notwendig, denn schließlich war der Templerordnen ein geistlicher Ritterorden und seine Mitglieder gläubige Mönche. Da Leonhard in seiner eigenen Zeit auch weit gereist ist und fremde Kulturen kennengelernt hat, fand ich seine Aufgeschlossenheit und Anpassungsfähigkeit auch glaubwürdig.

Ich mochte besonders den in der Geschichte enthaltenen Humor, Leonhards Blick auf unsere Zeit und das idyllische Flair der Landschaft zwischen Heidelberg und Odenwald. Man bekommt direkt Lust, hinzufahren. Die Lektüre empfand ich als unterhaltsam und locker-leicht.

Vicky war mir manchmal zu forsch Leonhard gegenüber, teilweise nahezu übergriffig. Darüber hinaus ging mir die Lösung der durchaus größeren Probleme der Protagonisten oftmals etwas zu schnell und leicht. Aber alles in allem hat das dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan und „Resurrexit“ hat mich super unterhalten.

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