Heile Welt vs. Horrorszenario – Liste über Utopien und Dystopien

Ein Weg trennt sich in zwei, dazu Schilder "This Way?" und "That Way?" (Bild: PixxlTeufel auf Pixabay)

Es hat inzwischen schon Tradition, dass mich ein Blogpost von Bibliosophies Welt zu einer Liste über Romane mit ähnlichem Thema inspiriert. Beim letzten Mal waren es Zeitreise-Romane. Dieses Mal soll es um Utopien (positive Zukunftsvisionen) und Dystopien (negative Zukunftsszenarien) gehen.

Ich gebe Sophie recht, die meisten Romane, die ich kenne, zählen eher zu den dystopischen, in denen die Welt kurz vorm Untergang steht. Aber einige Lichtblicke sind auch darunter. Mein aktuelles Schreibprojekt spielt ebenfalls in der Zukunft, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob es utopisch oder dystopisch ist – eher was dazwischen.

Hier kommt die Liste (nach Autorenvorname alphabetisch sortiert), die wie immer ergänzt werden darf – schreibt mir einfach einen Kommentar! Mit aufgenommen habe ich auch ein paar ganz alte Werke: Das Buch von der Stadt der Frauen von Christine de Pizan (eins der ersten bekannten feministischen Bücher) und das fürs Genre namensgebende „Utopia“ von Thomas Morus aus dem Jahr 1516.

Regenbogen auf schwarzem Grund, dazu der Text: Lese-Liste Utopien und Dystopien
Meine Lese-Liste Utopien und Dystopien auf Pinterest befindet sich im Aufbau

Utopien und Dystopien

Aldous Huxley: Schöne neue Welt, 1932.

Anja Fahrner: Alkatar-Tetralogie, 2016-2021.

Anna Benning: Vortex-Trilogie, 2020-2021.

Anne Oldach: New Worlds-Dilogie, 2021, 2022.

Caroline Helm: Dem Wohle des Deutschen Volkes, 2020.

Charlotte Richter-Peill: Gemma. Sei glücklich oder stirb, 2021. Meine Rezension dazu.

Christine de Pizan: Das Buch von der Stadt der Frauen, 1405.

Cormac McCarthy: Die Straße, 2006.

Emily St. John Mandel: Das Licht der letzten Tage, 2014.

Gabriele Albers: Nordland. Hamburg 2059 – Freiheit, 2018.

George Orwell: 1984, 1949.

George R. Stewart: Leben ohne Ende, 1949.

Greg Bear: Das Darwin-Virus, 1999.

H. G. Wells: Die Zeitmaschine, 1895.

Johanna Wolfmann: Als wir verschwanden, 2021. Meine Rezension dazu.

John Brunner: Schafe blicken auf, 1972.

Julia Tauwald: BEFALLEN: Dämmergrau, 2021.

Juli Zeh: Corpus Delicti, 2010.

Justin Cronin: Passage-Trilogie, 2010, 2012, 2016.

Karin Boye: Kallocain, 1940.

Kathryna Kaa: Dunkelblut, 2022.

Lauren Miller: Eden Academy, 2015.

Lauren Oliver: Delirium, 2011.

Lena Kiefer: Ophelia Scale – Die Welt wird brennen, 2019.

Lois Lowry: Hüter der Erinnerung, 1993.

Margaret Atwood: Der Report der Magd, 1985.

Marge Piercy: Er, Sie und Es, 1991.

Marie-Louise Winkler: Bienennest – Eine Welt ohne Männer, 2022.

Marion Hübinger: Water Love, 2017.

Martin Creutzig: SPES, 2021.

Mary Shelley: Verney, der letzte Mensch, 1826.

Maureen F. McHugh: ABC Zhang, 2000.

Michael G. Spitzer: Die letzte Melderin I, II & III, 2018, 2020, 2021.

Michael J. Sullivans: Zeitfuge, 2015. Meine Rezension dazu.

Naomi Alderman: Die Gabe, 2021.

Neal Shusterman: Scythe 1-3, 2016, 2020, 2021.

Nevil Shute: Das letzte Ufer, 1957.

Orson Scott Card: Das große Spiel, 1985.

Paolo Bacigalupi: Biokrieg, 2009.

Robert A. Heinlein: Die Reise in die Zukunft/Der Zeitsprung, 1964.

Robert A. Heinlein: Fremder in einer fremden Welt, 1961.

Suzanne Collins: Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele, 2008.

Theresa Hannig: Pantopia, 2022.

Thomas Morus: Utopia,1516.

Veronica Roth: Die Bestimmung, 2011.

Walter M. Miller, Jr.: Lobgesang auf Leibowitz, 1959.

Zoe Beck: Paradise City, 2020.


Wird fortgesetzt und erweitert – versprochen!

13 Kommentare

  1. Liebe Tala, das ist ja eine voll interessante Liste – viele von den büchern kenne ich nicht und muss sie mir unbedingt mal anschauen 😀 Hüter der Erinnerung war vielleicht die erste Dystopie/Utopie, die ich gelesen habe, das war noch in der Schule! Hat mir damals sehr gut gefallen 🙂
    LG

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    1. Das Buch kenne ich tatsächlich noch nicht, hab es quasi deinem Blogpost entnommen 😅 Aber es ist gut, so eine Liste zu haben, da kann man nach und nach neuen Lesestoff finden!
      Viele liebe Grüße,
      Tala

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  2. Als Fan von Dystopien sage ich vielen Dank für diese Liste. Ein paar Bücher habe ich schon gelesen, ein paar stehen auf der Wunschliste. Ergänzen würde ich auf jeden Fall gern eine meiner absoluten Lieblingstrilogien „Scythe“ von Neal Shusterman.

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  3. Emily St. John Mandel: Station Eleven (auf Deutsch als „Das Licht der letzten Tage“) ist ein Meisterwerk, das unbedingt in die Liste gehört. Unvergessliche Szene: die Heldin öffnet in einer zusammengebrochenen Welt einen alten Kühlschrank und erinnert sich, da war es kalt drin, und wenn man aufmachte, wurde es da nicht sogar hell drin? Und als einer, der dabeisteht, das bestätigt, murmelt sie: Was wir konnten! Was wir hatten!
    Beispiel für eine Dystopie, die nicht rumheult, wie schlimm alles ist, sondern uns im Kontrast lehrt, in was für einer wunderbaren Welt wir leben. Was wir können! Was wir haben! Unglaublich! Jeden Tag! Allein dass ich hier diese Sätze in die kleine leuchtende Maschine auf meinem Schreibtisch tippen kann und rausschicken, und die Sätze werden dann sonstwo gelesen, überall auf der Welt! Könnte mich mein Ururopa, der Hausierer war, so sehen, er würde ehrfürchtig murmeln, mein Nachkomme ist ein Fürst geworden!
    Und unbedingt auf die Liste gehört auch die „Passage“-Trilogie von Justin Cronin, ein Werk, muss ich mal loswerden, das spielt für mich in der Liga von „Krieg und Frieden“.
    Man kann sagen, was man will, wir leben in einer großartigen Zeit, es werden mehr und bessere Bücher geschrieben als je zuvor, und wir haben mehr Möglichkeiten als jede Generation vor uns. Ein Klick, und die ganze Weltliteratur liegt vor uns, mit einem Klick habe ich jedes beliebige Buch auf dem Schirm. Und mit der Musik geht es genau so. Als ich noch ein Kind war, war an interessante Musik kaum ranzukommen. Und heute? Die streaming-Dienste bieten alles, mehr, als man jemals hören könnte. Wir leben im Schlaraffenland und wissen es nicht einmal zu würdigen. Wir machen uns in die Hosen vor der Zukunft, statt in freudiger Erwartung auf die Zukunft als den Ort zu schauen, wo wir alles besser machen können und wo auf jeden Fall das Unerwartete passieren wird. Denn passieren wird immer, woran wir nicht denken. Das ist das Großartige an der Zukunft, niemand weiß sie, niemand kann sie vorhersagen. Wenn die Prognostiker in ihr verschwurbeltes Angstgeheule ausbrechen, wie morgen schon die Welt untergehen wird, gilt es, immer die Faustregel im Auge zu behalten: Alles weiß der Prognostiker, nur nicht, was der Fall sein wird. Denn passieren wird immer, was keiner erwartete. Die Zukunft ist das Unvorhersehbare, und jeden neuen Morgen treten wir ein in ein neues Land.

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    1. Vielen liebe Dank für deine tollen Empfehlungen, die habe ich gleich ergänzt. Die beiden Bücher kenne ich noch nicht, aber deine Beschreibung macht mich neugierig. Ich hab mir ohnehin zur Zeit vorgenommen, mehr Dystopien und Utopien zu lesen. Ich sehe es wie du, die Zukunft muss nicht schlechter werden. Bisher ist sie in der Menschheitsgeschichte meist besser geworden. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber erst kürzlich hab ich einen Radiobeitrag zu dem Thema gehört, in dem sich die befragten Zukunftsforscher einig waren, dass die Zukunft besser wird als die Gegenwart. Ich persönlich wäre schon zufrieden, wenn sie nicht schlechter wird 🙂 Und du hast recht – wir sollten dankbar sein über all das, was wir haben!
      Ganz lieben Dank fürs Lesen und Folgen,
      Tala

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  4. Noch niemals ist es auf dem Planeten Erde so vielen Menschen so gut gegangen. Arbeiten wir dran, dass es noch besser wird. Denn schließlich gilt: besser geht immer. Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg, habe deine schöne Seite abonniert, da kam ein Beitrag nach dem anderen, der mich gleich interessiert hat. Kann nicht alles kommentieren, aber für ein „like“ langts immer. In diesem Sinne, Peter

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